Schloß Vogelsang

Herrenhaus Vogelsang

Zeit der Neuen Romantik

Vogelsang liegt einer von der Eiszeit wunderschönen, hügelig geprägten Landschaft zwischen den Städten Güstrow, Laage und Teterow. Im Gemeindegebiet liegen neben dem Radener See, Wariner See, Schiller See und dem Flachen Ziest mehrere kleine Seen an der Grenze des Naturparks "Mecklenburger Schweiz".

           

Der neugotische Bau des Herrenhauses, mit markanten Gestaltungsmerkmalen aus dem "Hause Schinkel" stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und ist mit den Bauten aus Kittendorf oder Wardow vergleichbar. Das Gutshaus gehört zu den großartigsten neugotischen Bauten Mecklenburgs. Bei dem Gebäude handelt es sich um zweigeschossigen verputzten Backsteinbau mit flachen Walmdach und einem umlaufenden Zinnenkranz. Mittelrisalite auf der Hoffront und Rückseite des Herrenhauses betonen zudem die Eingänge mit ihren vorgelagerten Freitreppen. Des Weiteren unterstreichen die symmetrisch angeordneten Türme die imposante Bauform. Aber auch die spitzbogigen Türen und Seitenfenster, welche sich im inneren des Hauses als Gestaltungsmittel wieder finden, fallen dem Besucher sofort ins Auge und unterstreichen nochmals die Besonderheit dieser bauliche Anlage.

           

Bis zur Vertreibung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges blieb das Gut im Besitz der Familie Hüniken. 1946 richtete die Rote Armee ein Versorgungsgut ein. Danach wurde es Volkseigenes Gut. Seit 1988 steht das Herrenhaus leer. Es befindet sich seit 2010 nach wechselnden Vorbesitzern im Privatbesitz.